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Auf dem schwarz-weiß-Luftbild ist die Stettfelder Mühle um das Jahr 1952 zu sehen. Um die Mühle herum sind Bäume und Felder zu sehen.
Die Stettfelder Mühle um das Jahr 1952

Die Obere Mühle in Stettfeld

1506 wurde im Kislauer Lagerbuch erstmals eine „Obermühle“ in Stettfeld erwähnt. Bis Mitte des 19. Jahrhunderts wurde die Mühle von verschiedenen Besitzern hauptsächlich als Ölmühle betrieben.

Um das Jahr 1825 ging der mittlerweile als Getreidemühle fungierende Betrieb in den Besitz der Stettfelder Familie Schneider über. Die Mühle bestand zu der Zeit aus einem einstöckigen Wohn- und Mühlengebäude, zwei Mahlgängen sowie einem Schälgang und besaß ein oberirdisches Wasserrad. 1924 wurde die Mühle mit einer neuen Francisturbine, einem Wahlzenstuhl, zwei Gängen, einer Sichtmaschine, einer Gerb- und Futtermaschine sowie einem Plansichter versehen.

Müller aus Bayern

1930 kaufte der Müller Josef Piller die Obere Mühle. Seine Familie war im 19. Jahrhundert aus Bayern ins Badische gezogen und hatte in Ruit bei Bretten eine Kundenmühle betrieben. 1952 modernisierte Josef Piller den Betrieb und übergab ihn 1956 an seinen Schwiegersohn Ludwig Dewald und dessen Frau Margaretha. Ludwig Dewald ließ Getreidelager und -silos errichten.

Auf Ludwig Dewald folgte im Jahr 1972 sein Sohn Max Dewald, der im Jahr 1967 seinen Meisterbrief im Müllerhandwerk erworben hatte. Er übernahm die Mühle, wandelte sie in einen Erfassungshandel für Getreide um und schaffte LKWs für den Transport von Malz an.

Vom Mehl zu Getreide, Transport und Mühlenladen

Infolge der aufkommenden Naturkostwelle in den 1980ern räumte die Stettfelder Mühle dem Verkauf von Mehl und Müsli mehr Platz ein: im Jahr 1993 eröffnete Sonja Dewald den Mühlenladen in einem umgebauten Bauwagen.

Seither umfasst der Betrieb drei Bereiche: Getreidehandel, Spedition und Mühlenladen.

Zum Getreidehandel der Stettfelder Mühle gehören Erfassung, Lagerung und Handel von Getreide aus der Umgebung. Die Spedition transportiert Malz, Getreide und Getreideprodukte im Südwesten Deutschlands. Der Mühlenladen bietet neben Getreide und Mehlen von Handwerksmühlen und Backzutaten vielfältige Naturkost sowie Obst und Gemüse an. In persönlicher Atmosphäre werden die Kunden zu den Produkten beraten – auch zu Tierfutter, denn das wird ebenfalls seit Jahrzehnten in der Stettfelder Mühle verkauft.

Umbauten begleiten die Jahrzehnte

Seit den 1960er Jahren wurde der Betrieb immer wieder umgebaut und mit Lagergebäuden und Silos ergänzt: 1979 und 1986 wurden die Rundsilos an der Südseite des Betriebes aufgestellt und Anfang der 2000-er wurde auf dem Gelände hinter der Mühle eine Halle errichtet, die als Flachlager für Getreide dient.

Im Hof der Mühle wurde die alte Werkstatt abgerissen, eine Durchfahrt geschaffen und ein Gebäude gebaut, das Mühlenladen, Lager und die Getreide-Verladezellen integriert. Hier kann das Getreide in wenigen Minuten in LKWs verladen werden.

Aus den ehemaligen Schweineställen wurden Lager für Mühlenladen, ein Raum für den Verkauf für Obst und Gemüse sowie ein Seminarraum mit Küche, in dem Koch- und Backkurse veranstaltet werden.

Familienbetrieb in vierter Generation

Seit dem Tod von Max Dewald im Jahr 2005 leitete dessen Sohn Marko Dewald in der vierten Generation die Stettfelder Mühle. Im Jahr 2014 gründete er mit seinen beiden Schwestern Kornelia Dewald und Manuela Seidler die Stettfelder Mühle GmbH & Co. KG. Kornelia Dewald hat die kaufmännische Leitung des Betriebes inne, Manuela Seidler leitet den Mühlenladen und Marko Dewald ist für die Lagerung des Getreides sowie die LKW-Transporte verantwortlich.

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