Über uns

1506 wurde im Kislauer Lagerbuch erstmals eine „Obermühle" in Stettfeld erwähnt. Bis Mitte des 19. Jahrhunderts wurde die Mühle von verschiedenen Besitzern hauptsächlich als Ölmühle betrieben. Etwa um das Jahr 1825 ging der mittlerweile als Getreidemühle fungierende Betrieb in den Besitz der Stettfelder Familie Schneider über. Die Mühle bestand zu der Zeit aus einem einstöckigen Wohn- und Mühlengebäude, zwei Mahlgängen und einem Schälgang und besaß ein oberirdisches Wasserrad. 1924 wurde die Mühle mit einer neuen Francisturbine, einem Wahlzenstuhl, zwei Gängen, einer Sichtmaschine, einer Gerb- und Futtermaschine und Plansichter versehen.

1930 kaufte der Müller Josef Piller die Obere Mühle. Seine Familie war aus Bayern ins Badische gezogen und hatte in Ruit bei Bretten eine Kundenmühle betrieben. 1952 modernisierte er den Betrieb und übergab ihn 1956 an seinen Schwiegersohn Ludwig Dewald und dessen Frau Margaretha. Müllermeister Ludwig Dewald ließ Getreidelager und –silos errichten.

Ihm folgte im Jahr 1972 sein Sohn Max Dewald, der im Jahr 1967 seinen Meisterbrief im Müllerhandwerk erworben hatte. Er wandelte den Mühlenbetrieb in einen modernen Landhandel mit den zentralen Bereichen Erfassung, Lagerung und Transport um.
Anfang der 1990er kam mit dem Mühlenladen ein weiterer Betriebszweig hinzu, der von seiner Frau Sonja Dewald geleitet wird. Neben verschiedenen Getreidesorten, Mehlen und Futtermitteln bietet der Laden ein breites Sortiment an Naturkostprodukten.

Seit 2005 leitet Müllermeister Marko Dewald in der vierten Generation die Stettfelder Mühle.